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Knorr-Bremse reduziert den CO2-Footprint im Nutzfahrzeug

19. September 2018

  • CO2-Footprint der neuen Scheibenbremsengenerationen rund 10% geringer
  • Active Caliper Release-System: CO2-Reduktion von rund 1 Tonne jährlich möglich
  • Industriell aufgearbeitete Produkte: kostengünstige Option für ältere Fahrzeuge

Knorr-Bremse, der Weltmarktführer von Bremssystemen und ein führender Anbieter von Subsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, stellt sich seiner ganzheitlichen Produktverantwortung und reduziert den CO2-Footprint im Nutzfahrzeug.

  • Interne Vergleichsstudien belegen: Die beiden neuen Scheibenbremsengenerationen von Knorr-Bremse, SYNACT (siehe Abbildung) und NEXTT, reduzieren den CO2-Footprint gegenüber den Vorgängersystemen allein in der Betrachtung Produktion-bis-Auslieferung um 10% bzw. 11%.

Dr. Peter Laier, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und zuständig für die Division Nutzfahrzeuge, erläutert: „Unser Ziel ist es, den Einsatz natürlicher Ressourcen bei allen Geschäftsaktivitäten möglichst gering zu halten und damit eine nachhaltige Mobilität zu unterstützen. Lebenszyklusanalysen helfen uns dabei zu verstehen, an welchen Stellen im Prozess – von der Produktion bis zur Entsorgung – wir ansetzen können.“

Neue Scheibenbremsen: weniger CO2 bei Produktion und im Betrieb

Mit Hilfe von Lebenszyklusanalysen verglich Knorr-Bremse die beiden neuen Bremsengenerationen SYNACT® für schwere Nutzfahrzeuge und NEXTT® für Anhänger und Auflieger mit den jeweiligen aktuellen Vorgängerversionen SN7 und ST7. Beide Neuentwicklungen bringen bei Sicherheit, Zuverlässigkeit und Kundennutzen deutliche Vorteile. Die Analysen auf Basis der internationalen Norm für Ökobilanzierung ISO 14040 bestätigen, dass ebenso beim Thema Nachhaltigkeit Fortschritte erzielt wurden. Allein bei der Betrachtung Produktion-bis-Auslieferung (cradle to gate) fallen die CO2-Emissionen bei der neuen Zwei-Stempel-Bremse SYNACT gegenüber der Vorgängergeneration um 11% geringer aus. Die neue Ein-Stempel-Bremse NEXTT spart bei diesem Vergleich 10% ein.

Dazu kommt der Einspareffekt, den die Ausstattungsoption Active Caliper Release-System (ACR) in der Fahrpraxis bringt. Das ACR ist ein von Knorr-Bremse patentiertes mechanisches System, das nach der Bremsung die Bremsbeläge von der Bremsscheibe abspreizt und gleichzeitig den Sattel zentriert. Dadurch werden das Restschleifmoment und die damit bei jeder Schwimmsattelbremse verbundene Verlustleistung minimiert. Im Praxistest hat der TÜV Süd bestätigt, dass ACR bei einer Zweiachs-Zugmaschine Kraftstoffeinsparungen von bis zu 1% ermöglicht. Betrachtet man einen Fünfachs-Sattelzug im Fernverkehr mit einer angenommenen jährlichen Laufleistung von 100.000 Kilometern, ergibt sich eine CO2-Reduktion von rund 1 Tonne pro Jahr.

Stefan Bräuherr, bei Knorr-Bremse verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit, sagt: „Um die Nachhaltigkeit auf Produktebene noch stärker als bisher im gesamten Produktentstehungsprozess zu verankern, haben wir 2017 eine divisionsübergreifende Arbeitsgruppe zum Thema Ecodesign ins Leben gerufen. Ziel ist es, vom Planungsstadium an Überlegungen zur Nachhaltigkeit konsequent in die Produktentwicklung einfließen zu lassen und das unternehmensübergreifend einheitlich. Hier sehen wir eine weitere Chance, Synergien zwischen den beiden Unternehmensdivisionen zu nutzen.“

Aktiv in der Arbeitsgruppe Ecodesign arbeiten Mitarbeiter aus Corporate Responsibility, Vertreter der Divisionen Rail und Truck und hier besonders aus dem Bereich Remanufacturing zusammen.

EconX: original – zeitwertgerecht – nachhaltig

Im Nachmarktgeschäft verfolgt Knorr-Bremse TruckServices einen Lifetime Efficiency Ansatz und bietet industriell aufgearbeitete Produkte als kostengünstige Service-Option für ältere Fahrzeuge an. Tatsächlich steigert das sogenannte zweite Leben eines Produkts dessen Nachhaltigkeit enorm. Knorr-Bremse arbeitet gebrauchte Produkte so auf, dass sie mit identischer Funktion bei geringerer Lebenserwartung erneut Verwendung finden. Verglichen mit einem neu produzierten Bauteil fällt die Gesamtökobilanz deutlich positiv aus.

In der Division Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst das Portfolio aufgearbeiteter Produkte rund 500 Artikelnummern, die Knorr-Bremse unter der Marke EconX® anbietet. Trotz des Transportaufwands bei der Rückführung des Altprodukts spart ein aufgearbeitetes gegenüber einem Neuprodukt bis zu drei Viertel des CO2-Ausstoßes. So konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2018 durch industrielle Aufarbeitung ca. 930 Tonnen CO2, 220 Tonnen Material und 3.250 MWh Energie einsparen. Die Life Cycle Assessments – Grundlage für diese Berechnung – wurden von dem unabhängigen Institut DEKRA auditiert und bestätigt.

Klimaneutrales organisches Wachstum bis 2020

Das ursprünglich für 2020 ausgegebene Emissionsziel hat Knorr-Bremse schon 2014 erreicht. Das neue Ziel: Die betriebsbedingten CO2-Emissionen sollen trotz des starken Anstiegs der Produktionskapazitäten den Wert des Basisjahrs 2015 nicht überschreiten. Dazu will der Konzern die Energieeffizienz einzelner Standorte steigern und den Anteil der selbst erzeugten erneuerbaren Energie zum Beispiel mit eigenen Solaranlagen deutlich erhöhen. Ende 2017 hat das Nutzfahrzeugwerk in Pune in Indien schon eine 600 kW-Anlage in Betrieb genommen. Mit dem gewonnenen Strom kann sich der Standort an sonnigen Tagen unabhängig vom regionalen Stromnetz selbst versorgen. Positiv wird in der Bilanz ein weiter gesteigerter Anteil an regenerativer Energie bei der Beschaffung von Elektrizität zu Buche schlagen. So werden etwa die ungarischen Standorte in Budapest und Kecskemét seit 2017 mit Strom versorgt, der zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

 

Eva Doppler

Tel: +49 89 3547 1498
Fax: +49 89 3547 1403
E-Mail: eva.doppler@knorr-bremse.com

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